Biographie

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Das "cantabile", das Gesangliche ist für Georg Leisse einer der wichtigsten Aspekte seiner musikalischen Arbeit. Dabei geht es ihm immer um die Natürlichkeit und Einfachheit, nie um Übersteigerung oder falsch verstandene Opernhaftigkeit des Ausdrucks.
1969 in Coburg geboren, bekam er früh Klavier- und Orgelunterricht und später auch Violoncello und Gesangsunterricht. Lag sein Schwerpunkt zuerst im Bereich der Kirchen- und Orgelmusik, so änderte sich das während des Studiums zunehmend. Nach Beendigung seines Kirchenmusikstudiums in Köln, schloss sich neben einem Orgel- auch ein Dirigierstudium an, das er mit Auszeichnung abschloss.

Sein erstes Engagement führte ihn als Solorepetitor an die Oper Bonn, das ihn in noch direkteren Kontakt zum Gesang brachte. Durch die Arbeit mit vielen, auch namhaften Sängern, allen voran Anja Harteros, bekam er immer mehr Gespür für die Bedürfnisse der Stimme. Fundiert wurde dieses Gespür durch Begleitung vieler Gesangskurse, einen Lehrauftrag für Korrepetition an der Hochschule für Musik und Tanz Köln, eigenen Gesangsunterricht und Logopädie.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Interpretation des Textes. Im Gegensatz zum Instrumentalisten der sich zwischen einer Unmenge an möglichen Betonungen und Phrasierungen entscheiden muss, ist bei der wortgebundenen Musik die Bindung an den Text nicht zu ignorieren. Angeleitet durch seinen Kollegen und Freund, den Schauspieler Andreas Durban, steht für ihn die Herausarbeitung der logischen Aussage des Textes gleichrangig neben der Arbeit an den Tönen. So entsteht eine zweite Interpretationsebene, die der Musik eine andere Tiefe geben kann.

Detailliertere Infos auch unter Klavier, Orgel und Dirigeren