Chatwin, Bruce: Traumpfade
Donnerstag, den 04. September 2008 um 06:10 Uhr

Zur Hälfte ein gut geschriebener biographischer Australien-Aufenthalt, zur Hälfte eine Sammlung von Notizen, die manchmal ganz interessant, manchmal aber auch sehr nichtssagend sind.
Ausgehend von dem Versuch, Näheres über die Songlines der Aborigines zu erfahren, stellt Chatwin Überlegungen zum Nomadentum, zum Wandern, zum Umherziehen im Gegensatz zur Sesshaftigkeit an. Dabei schweift er in den Notizen auch in den Bereich der Primatenforschung ab. Der Leser erfährt von etlichen Theorien zum Ursprung der Sprache, zum Ursprung des Menschen, zum Ursprung der Gewalt. Manches überzeugt, anderes scheint doch sehr weit hergeholt. Insgesamt aber eine unterhaltsame Lektüre, solange man sich nicht bei den Notizen festbeißt.