Green, Julies: Leviathan
Donnerstag, den 06. November 2008 um 14:19 Uhr
Wieviel Unglück verträgt ein Mensch? Bis er an die gefühlte Grenze des Leidens gekommen ist und keine Angst mehr vor dem Tod hat. Das ist die Antwort dieses Romans. Jetzt geht es hier aber nicht irgendwie um Horrorgeschichten. Vielmehr geht es um das falschgewählte Leben, um unerfüllte Sehnsüchte, unerfüllte Liebe. Vier Personen zeigen, wie es um ihr Leben, um ihr Leiden steht. Bei dreien würde ich sagen, die sind einfach wahnsinnig, psychisch krank, haben einen Hau. Bei der vierten, einer jungen Frau, liegt die Sachlage etwas anders. Sie ist eher unfreiwillig in eine Leidenssituation geraten. Doch auch ihr Verhalten ist nicht mehr rational zu verstehen. Insgesamt blickt der Leser in vier erschreckende Seelenzustände.