Becker, Jurek: Bronsteins Kinder
Donnerstag, den 01. Januar 2009 um 12:42 Uhr

DDR Ende sechziger, Anfang siebziger Jahre. Hauptperson ist ein achtzehnjähriger junger Mann, der gerade zwischen Schule und Studium steht. Er ist vielen Dingen gegenüber erstaunlich gleichgültig und wenig entscheidungsfreudig. Träge könnte man auch sagen. Er soll, denke ich, die Ahnungslosigkeit und auch die Sorglosigkeit der damaligen DDR-Jugend, denen es relativ gut ging, und für die die DDR etwas höchst normales und alltägliches war, widerspiegeln. Brisant wird diese Haltung, als er entdeckt, dass sein Vater zusammen mit drei befreundeten Männern einen ehemaligen KZ-Aufseher gefangen hält.

Sicher kein Knüller, aber lohnenswert zu lesen.