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Calvino, Italo: Wenn ein Reisender in einer Winternacht |
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Sonntag, den 01. Februar 2009 um 11:57 Uhr |
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Mal wieder bin ich völlig begeistert. Soviel Spaß hat man nicht alle Tage beim Lesen. Zumindest während Zweidrittel des Buches. Dann wird's etwas anstrengend. Der Leser als solcher ist Hauptfigur des Buches - oder auch die Leserin. Wie liest man ein Buch, aus welchem Grund, mit welchen Erwartungen, mit welcher Haltung. Das sind einige Fragen, die im Laufe des Buches aufgeworfen werden - und beantwortet? Das Gemeine daran ist, dass der Leser - also die Hauptfigur und damit auch man selbst - immer wieder Romane anfängt zu lesen (insgesamt zehn) und aus den verschiedensten Gründen nicht über die ersten paar Seiten hinwegkommt. Gemein daran ist, dass diese Geschichten so gut sind, dass man spätestens nach dem fünften Abbruch versucht ist in die nächste Buchhandlung zu gehen, um nach der vollständigen Version zu fragen, was auch der Leser im Buch versucht und dadurch mit den unterschiedlichsten Menschen und Lesern zusammenkommt. Spätestens wenn die Person des Autors in den Vordergrund rückt, und nicht mehr das Lesen sondern das Schreiben Thema ist, wird es kompliziert. Besonders die Abhängigkeiten, die sich ergeben: Der Autor will natürlich, dass seine Bücher gelesen werden. Der Leser seinerseits hat Erwartungen an den Autor. Dazu kommen noch politische und fast philosophische Aspekte. Trotzdem bleibt der Lesespaß erhalten. Die Situationen, in die der Leser auf der Suche nach den Fortsetzungen der Romananfänge gerät, sind so absurd, dass sie komisch sind. Der Schluss des Buches ist nochmal ein kleines Bonbon.
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