Capote, Truman: Frühstück bei Tiffany
Donnerstag, den 26. März 2009 um 19:33 Uhr

Wieder eines dieser Bücher, die durch die Verfilmung stark entstellt werden. Ich muss gestehen, dass ich den superbekannten Hollywood-Schinken noch nie gesehen habe - was sicher eine Bildungslücke ist; ich habe mir jedoch davon erzählen lassen. Und wie meistens erzählt das Buch über etwas andere Protagonisten. Die Geschichte ist das Gegenteil von romantisch und es gibt kein Film-Happy-End.

Holly ist eine wilde, ungezähmte junge Frau. Gerade mal 19 Jahre. Sie ist auf der Suche nach einem Platz, an dem sie bleiben möchte. An diesem Platz möchte sie dasselbe Gefühl von Ruhe, Geborgenheit, Sicherheit und Angstfreiheit erleben wie bei Tiffanys. Dass sie ihn nicht in dieser Geschichte findet ist relativ schnell klar. Sie scheint aber ein Gespür dafür zu besitzen, wie sie da hinkommt; ihre Lebensweise erscheint dem Leser dafür allerdings etwas fragwürdig. Wie auch dem jungen Mann, ihrem Nachbar, den sie sich zum Sofafreund oder Kumpel - also zum Quatschen - erwählt hat.

Schönes Buch!