| Wolcum Yole! |
| Sonntag, den 15. Januar 2012 um 09:48 Uhr |
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Den Konzerttermin im dritten Anlauf auf die Nachweihnachtszeit zu legen war goldrichtig. Nachdem das Konzert beim ersten Mal im Jahre 2009 wegen ungeheuerer Schneemassen nur vor ca. 15 Zuhörern stattfand, wollten wir eigentlich ein Jahr später einen zweiten Versuch starten. Das schlug aus organisatorischen Gründen fehl. Gott sei Dank, denn wieder war am geplanten Konzerttermin die Stadt Wuppertal durch Schnee fast lahmgelegt. Nun der dritte Anlauf. Wir hatten uns für den 8. Januar und für die Kirche St. Christophorus entschieden. Das wirklich zahlreich erschienene Publikum bewies uns, dass wir richtig gewählt hatten. Da wir wie immer Tenor- und Geldmangel haben, habe ich diesmal selber im Tenor mitgesungen und aus dem Chor heraus den Chor geleitet. Das ging gar nicht schlecht, nur hatte ich natürlich nicht die Kontrolle über das Geschehen wie sonst. Andererseits ist es für den Chor eine sehr gute Übung. Den Anfang machte "A Ceremony of Carols" von Benjamin Britten. Mit nur vier Sängerinnen pro Stimme gelang eine überzeugende Interpretation. Nur das Stück "In freezing winter night" war etwas schwach. Es ist aber auch ein äußerst anspruchsvolles Stück. Die Harfenistin Sarah Günnewig war eine sichere und musikalisch überzeugende Partnerin, was sie auch in ihrem Solostück – "Variations postorales sur un vieux noel" von Marcel Samuel-Rousseau – eindrucksvoll unterstrich Es folgten die kompletten Gesänge der dritten Weihnachtsmesse: Das Proprium von William Byrd und das Ordinarium (also die sog. Messe ) von Jean Langlais. Schwierig war besonders die Umstellung auf den jeweils anderen Stil: Ständiger Wechsel von Renaissance zu modaler Spätromantik. Den Abschluss bildete der kurze Zyklus von Poulenc "Un soir de neige". Etwas ungewöhnlich in einem Weihnachtsprogramm, da er doch von einer Kriegsnacht im zweiten Weltkrieg erzählt, aber wenn wir die Weihnachtsoktav in der katholischen Kirche anschauen, dann begehen wir am 2. Weihnachtstag das Fest des hl. Stefanus, ein Märtyrer, und am 28. 12. das Fest der unschuldigen Kinder, bei dem wir an den Kindermord unter Herodes denken. Die vier sechsstimmigen Stücke von Poulenc haben es in sich. Besonders das dritte, an dem wir uns auch lange die Zähne ausbissen. Uns gelang eine überzeugende, zum Großteil auch wirklich gute Darbietung der Stücke. Wir wurden mit lang anhaltendem Applaus für dieses Programm und die Leistung des Chores und der Harfinistin Sarah Günnewig belohnt. Rezensionen zu dem Konzert stehen unter Presse. |