| Auf Rotweinsuche? |
| Samstag, den 14. April 2007 um 12:09 Uhr |
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Ich weiß ja nicht, ob es vielen so geht, aber wir hatten immer etwas Schwierigkeiten, Rotwein zu finden der uns schmeckt und bezahlbar ist!!!! Oder sagen wir lieber, warum schmeckt uns der eine und der andere nicht? Wir waren da etwas vom Weißwein verwöhnt. Da ist das viel einfacher, weil in einem Wein immer nur eine Rebsorte vorkommt. Allzuviele davon gibt es auch nicht, und die, die uns schmecken haben wir schnell herausgefunden. Da in Franken für unseren Geschmack ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis existiert, trinken wir fast ausschließlich Frankenwein. Es gibt in Franken ca. zehn absolute Spitzenlagen, da ist es völlig egal, wer den Wein gemacht hat. Davon sind mindestens fünf definitiv zu teuer. Also bleibt nicht viel Auswahl. Es gibt zum Beispiel einen wunderbaren trockenen(!) Bacchus vom Weingut Dorsch, Lage: Julius Echter Berg, in der Literflasche für 4,70 €. Nicht nur den nehmen wir immer mit heim, wenn ich meine Schwester besuchen fahre. Schließlich beschlossen wir beim Rotwein genauso vorzugehen - also nach Rebsorten zu trinken. Da es wenig rebsortenreine Weine gibt, haben wir mit Gamay (z.B. Beaujolais) angefangen. War nichts! Dann kam als nächstes der Syrah (den gibts im ganzen Rhonetal). Das war schon gleich ein Volltreffer. Da darf auch gerne noch was anderes mit drin sein. Das meiste was dort angebaut ist schmeckt uns sehr gut. Dann haben wir noch Pinot noir getestet (also Bourgogne). Puh! Ich glaube dafür fehlt uns das Kleingeld. Der, den wir uns leisten konnten, hat uns nicht geschmeckt. Dann gibt es noch Merlot. Das ist auch ganz okay, aber wenn's was anderes gibt ... Besonders schnell haben wir festgestellt, dass wir mit der ganzen Bordeaux-Ecke wenig anfangen können. Besonders mit der Hälfte, die Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc als Hauptrebsorten verwendet. Brrrr...!!! Die Ecke die statt Cabernet Sauvignon lieber Merlot verwendet ist noch erträglich. Wie gesagt, es geht um bezahlbare Weine. Das da Super-Weine zu haben sind, die spitzenmäßig schmecken, daran habe ich keinen Zweifel. Den Rest des Landes haben wir uns noch nicht zurechtgetrunken. Da wird aber auch viel mehr durcheinander angebaut. Was hab ich davon, wenn ich einen guten Wein kennengelernt habe, wo auch immer, es ihn aber nicht im Restautrant oder im Weinhandel gibt? Mit unserer Rhone-Ecke sind wir bisher immer gut gefahren. Unser Lieblingswein kommt vom Vinum in Köln, ist ein Côtes du Ventoux und kostet 4,90 €. Bei den Italienern sind wir noch nicht weit gekommen. Uns schmeckt der Primitivo aus Apulien sehr gut (das ist eher ein Winterwein), die Montepulciano-Ecke ist nichts für uns und Cannonau und Monica aus Sardinien sind ganz okay.
Zu guter Letzt möchte ich noch Mut machen, sich von niemandem was vormachen zu lassen nach dem Motto: Wie der schmeckt dir nicht?! Der hat bei Parker 98 Punkte bekommen. Es gibt ein von Hugh Johnson empfohlenes System der eigenen Bewertung: Einmaliges Schnuppern: Geringste Wertung |