| Visconti, Luchino: Der Leopard |
| Montag, den 23. Oktober 2006 um 11:51 Uhr |
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Ein wirklich epischer Film über den Niedergang einer italienischen Adelsfamilie zur Zeit Garibaldis und der Gründung eines italienischen Nationalstaates. Wir haben die ungekürzte Fassung gesehen (180 min!!!), was auf jeden Fall zu empfehlen ist. Allerdings sind die eingefügten Originalabschnitte nicht synchronisiert, was etwas gewöhnungsbedürftig ist.
Das Tempo des Filmes ist, verglichen mit heutigen Filmen, unglaublich langsam. Es sind eher große romantische Bilder die vor dem Zuschauer ausgebreitet werden und in aller Ruhe auf ihn einwirken. Ich fühlte mich sehr an die späten Sinfonien Mahlers oder Bruckners erinnert, wo die Zeit quasi durch Klang ersetzt wird. Hier wird die Zeit durch Bilder ersetzt. Die eigentliche Handlung tritt in den Hintergrund und man hat Zeit, sich mit der Situation vertraut zu machen. Daraus erwächst dann ein roter Faden für die Handlung. Der Film ist überraschend abrupt aus. Reaktion: Hä?! Das macht auch irgendwie den Reiz des Filmes aus. Man fragt sich im Grunde immer, wann es zur Sache geht. Und Schwups - aus. Es lohnt sich durchaus auch ihn mehrmals anzusehen. |