| Harmonium |
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Nachdem wir im Jahr 2010 mit großem Erfolg das Brahms-Requiem in einer von mir bearbeiteten Fassung für zwei Klaviere aufgeführt haben, kam mir die Idee auch andere Werke zu bearbeiten. Im Hinterkopf spuckten verschiedene Originalkompositionen für zwei Tasteninstrumente, z.B. von Nadja Boulanger "Psaume profundis" oder Rossinis "Petite messe solennelle". So kam ich zu der Idee, ein Harmonium einzusetzen. Da das Mieten nicht ganz billig ist, besonders wenn man auch drauf üben will, machte ich mich auf die Suche eines zu kaufen. Das Angebot an Harmonien ist riesig und viele gibt es für 'n Appel und 'n Ei. Ich musste mich erst einarbeiten und stellte schnell fest, dass das Gros für uns nicht in Frage kam, weil es sich vorwiegend um Saugwindinstrumente handelte. Für anspruchsvolles Musizieren braucht man ein Druckwindharmonium. Da wurde es schon deutlich schwieriger. Es gab vollständig restaurierte zu für mich unerschwinglichen Preisen, und viele kaputte. Konnte ich das selbst reparieren? Nachdem ich noch diejenigen ausgeschlossen hatte, die tiefer als a'=440Hz stehen, blieb nicht mehr viel übrig. Schließlich konnte ich eines für kleines Geld erstehen. Es stammt von der Firma Phj.Trayser & Co, Stuttgart. Es steht auf 440Hz. Register: Forte, Sourdine (8'), Bourdon (16'), Coranglais (8') Expression, Grand Jeu, Flute (8'), Clarinette (16'), Tremblant (8') Forte. Zu Hause stellte ich fest, dass doch etwas mehr zu reparieren war, als ich gehofft hatte. Aber so machte ich mich gleich mit dem Instrument vertraut, musste allerdings auch nochmal Geld hineinstecken. Jetzt habe ich ein schönes, gut funktionierendes Druckwind Harmonium. Ich habe auch schon fleißig darauf geübt und komme mit der "Expression"-Funktion ganz gut zurecht. Sie ermöglicht ausdrucksstarkes dynamisches Spielen. Natürlich kann man das Harmonium – und am Besten gleich mich dazu – mieten. |