"... Falk Maertens zeigte sich ... als ein Trompetensolist von hohen virtuosen Graden: Die hohe Schule der barocken Verzierungskunst ist ihm nicht weniger geläufig wie die Kunst einer in allen Lagen schlackenlosen und brillianten Tongebung. Georg Leisse als sein Partner an der Orgel steht ihm in kluger Wahl und Disposition der Register dabei in nichts nach: Beide Künstler präsentieren sich als ein sehr gut aufeinander eingespieltes Duo, für das es kaum Schwierigkeiten zu geben scheint. ... Georg Leisse hatte in diesem Programm Gelegenheit die Möglichkeiten der Orgel ... geschickt einzusetzen...." Westfalen-Blatt Nr.22 v. 27. Januar 2003
"Musikgenuss der Extraklasse ... Mit großem Können und Virtuosität begeisterten ... Maertens und Leisse ihr Publikum. Ohne eine Zugabe ließen die Zuhörer die beiden herausragenden Musiker natürlich nicht gehen. Für ihre außergewöhnliche Darbietung wurden sie vom Publikum mit begeistertem Applaus belohnt." Oldenburgische Volkszeitung, Mittwoch, 22. Jan. 2003
Konzerte mit Alexandra Leisse
Kritiken der Liederabende 2003
"... Das anspruchsvolle Programm wurde ... kurzweilig für den Hörer gestaltet durch die gekonnte Darbietung der jungen Künstler Alexandra und Georg Leisse aus Köln. Die Sopranistin glänzte durch Verständlichkeit, runden Klang, Intonationssicherheit, ausdeutende Farbigkeit sowie gute Präsenz. Eindrucksvoll gelang das bei den Liedern von Wolf (unter Anderem "Der Knabe und das Immlein" und "Storchenbotschaft"), Strauss ("Die Nacht" und "Allerseelen") und Debussy ("Pantomime", "Apparition", etc.). Ihr ebenbürtiger Partner am Klavier nutzte die Bandbreite der Dynamik und begleitete einfühlsam, wobei er auch anspruchsvolle Lieder wie "Frühlingsnacht" bewältigte. Das begeisterte Publikum wurde mit Regers "Waldeinsamkeit" als Zugabe belohnt." Haßfurter Tagblatt, Freitag, 10. Okt. 2003
"Die Liedkunst Frankreichs und Deutschlands vermittelte und verband die junge Sopranistin Alexandra Leisse zu einem beeindruckenden Vortragsabend ... . In dem [Schumanns Liederkreis] bewies Leisse eine breite Fächerung der Stimmfarbe. ... Dann verschaffte die Interpretin, auch durch die vorbildliche und stärkende Begleitung Georg Leisses, der dem Flügel diskrete bis gewaltige Betonungen entlockte, Hugo Wolfs Liedern ... in Sprache und Ausdruck ohne dramatisierende Geste eine glänzende Wiederkehr. Hier [Lieder von Faure] genoß Alexandra Leisse sichtlich das vordringliche Melodiöse ohne in banalen Schmalzton zu verfallen. Die ausgedünnten Klangschattierungen Debussys ..., sehr gut vom Pianisten umgesetzt, gaben der Sopranistin wichtigen Raum zur Stimmentfaltung, bei der die Nuancen trefflich gezeichnet wurden. Mit dem musikalischen Witz Eric Saties ... gelang dem sehr gut auf einander abgestimmten Duo der heitere Abschluss eines in der Gesamtheit höchst erfreulichen und genussvollen Vortrags."
Neue Rhein, neue Ruhr Zeitung (NRZ), Mittwoch, 3. Dez. 2003
Konzerte des Kammerchor Elberfeld
Kritik des Konzertes am 19. 11. 2006 in St. Laurentius, Wuppertal
"... Passend zum kalten Herbstwetter und Volkstrauertag gestaltete der Kammerchor Elberfeld in der Kirche St. Laurentius ein eindrucksvolles Konzert rund um das mittelalterliche Bild vom tanzenden Tod. ... . Distlers extravagante, trockene und doch unmittelbar berührende Chor- Miniaturen unter dem Dirigat ihres neuen Leiters Georg Leisse sehr präzise, bedacht auf totale Ausgewogenheit der Stimmen, wenn auch manchmal mit etwas zu viel Vorsicht in den Höhen und beim Ausloten der dynamischen Extreme. Die beiden Ecksätze aus der "Missa brevis" von Palestrina rahmten mit ihrer strahlenden Wärme Distlers kühle Farbigkeit ein. Vor allem im abschließenden "Agnus Dei", das die Sänger betont langsam und voller Ruhe interpretierten, bestach dieser Kontrast. ... . Aufbegehren gegen den unausweichlichen Tod, das immer wieder bei Distler durchbricht, innerer Frieden wie bei Palstrina - zwischen diesen Polen bewegt sich die menschliche Reaktion auf den tanzenden Tod. Dies in Text und Musik zu bündeln, gelang dem anspruchsvollen Themenkonzert des Kammerchors Elberfeld auf bestechende Weise."
Sebastian Pantel, Westdeutsche Zeitung (WZ), Dienstag, 21.Nov. 2006
Die vollständige Kritik unter www.kammerchor-elberfeld.de
Kritik des Konzertes am 23. 02. 2008 in der ev.-luth. Kirche, Radevormwald
" ... Hauptsächlich Werke des englischen Komponisten Sir Edward Elgar intonierten die Sänger und Sängerinnen - und sie beeindruckten mit ihrer Stimmgewalt. ... Den Anfang machten die "Lateinischen Motetten op. 2". Das "Ave verum corpus" erfüllte die Kirche, das Kirchenschiff wurde zu einem wunderbaren Klangkörper der viel-oktavigen Stimmen. Das "Ave Maria" beeindruckte anschließend. Begleitet wurde der Chor von Christoph Hamm an der Orgel. Mit dem "How calmly the evening" wechselten die Sänger ins Englische und in den A-cappella-Gesang. Georg Leisse dirigierte das 26-köpfige Ensemble, setzte dabei pointierte Zeichen und klangvoll folgten ihm die Stimmen. ...
Harmonisches Timbre der Chorstimmen
Mit den zarten Klängen des "Prevent us, oh lord" zeigten die Chorstimmen abermals ihr harmonisches Timbre. ... Standforts Opus "Glorious ans powerful god" komplettierte schließlich den klangvollen musikalischen Bogen an diesem Abend.
Ein Abend, der die Besucher innehalten ließ und dem Zuhörer viele besinnliche Momente schenkte."
Claudia Radzwill, Remscheider Generalanzeiger, Dienstag, 26.Feb.08
Die vollständige Kritik unter www.kammerchor-elberfeld.de
Kritik des Konzertes am 22. 11. 2008 in St. Suitbertus, Remscheid
Madrigale von Orlando di Lasso in St. Suitbertus
"... Orlando di Lasso, einer der berühmtesten Komponisten der Renaissance, schrieb zu meditativen Texten über die 21 Tränen des Petrus kunstvolle Madrigalkompositionen, die wie Andachtsbilder jeweils einen besonderen Aspekt der Trauer und des Nachdenkens über Verleugnung und Verrat beschreiben. Der versierte Kammerchor Elberfeld führte unter der Leitung von Georg Leisse dieses 21-teilige Werk "Lagrime di San Pietro" in der Kirche St. Suitbertus am Vorabend zum Ewigkeitssonntag auf.
Er hatte als Einzelstimmen in die nahezu solistisch singenden Sängerinnen und Sänger sieben Instrumentalisten aufgenommen, die nicht als Orchester den Chorgesang begleiteten, sondern in die vielstimmige, kunstvoll sich durchdringende Polyphonie mit hineingenommen wurden. Es entstanden so höchst abstrakt wirkende Musikgewebe, die immer tiefer in das geistliche Geschehen um Reue und Buße hineinführten, ohne lautmalerisch Gefühle zu gestalten. Zäsuren in der anstrengenden Konzentration schufen die Lesungen von Texten europäischer Autoren durch Andreas Durban, die in der hallenden Akustik der
Kirche St. Suitbertus leider teilweise verloren gingen. Es ging um Musik in reinster Form, um Gleichberechtigung der Stimmen untereinander, um ohne jegliche Hierarchie vollkommen frei sich verschlingende, zusammen und auseinanderführende Konstruktionen. Tiefe, wohlklingende Farbschichten entstanden, hohe, kristalline Strukturen in diesem kunstvollen Zusammenspiel der Instrumente und der lateinisch gesungenen Texte, die hilfreich übersetzt im Programm zu lesen waren."
Gisela Schmoeckel , Bergische Morgenpost, Montag, 24.Nov.08
Die vollständige Kritik unter www.kammerchor-elberfeld.de
Kritik des Konzertes am 28. 06. 09 in der Alten Kirche Wupperfeld in Wuppertal
Kammerchor Elberfeld: Trauermusik, Tränen und ein Triumph
Der Kammerchor Elberfeld überzeugt in der Alten Kirche Wupperfeld im Zusammenspiel mit der restaurierten Orgel.
... Den Auftakt des Konzertes bildet eine hörenswerte Kombination: Der Organist spielt im Wechsel Sätze aus der Partita sopra „Jesus meine Freude“ von Johann Gottfried Walther (1684-1748) und eine Auswahl der Choralvariationen „Jesu meine Freude“ von Karl Höller (1907-1987).
Die Orgel ertönt in leuchtenden Klangfarben. Leisse entwickelt präzises, feinsinniges Spiel, reichhaltig registriert und meist in zügigen Tempi. Entsprechende Sätze des Barock-Komponisten Walther lässt Leisse aber auch im gemessenen Tempo in schönen Bögen hören. Die Verschränkung der beiden Werke aus unterschiedlichen Zeiten bietet ein anregendes Klangerlebnis.
Im Anschluss daran trägt der Kammerchor vier Motetten aus der 1648 entstandenen geistlichen Chormusik von Heinrich Schütz vor. Mit frischem Stimmklang gestalten die Choristen unter der Leitung von Leisse die Werke transparent und gehaltvoll. Lediglich bei „Die mit Tränen säen“ gerät der Anfang ein wenig wackelig, und auch im Verlauf sind kleine Unsicherheiten zu hören. Doch abgesehen davon erklingt der Psalm innig und schön elegisch.
Mit dem Symphonischen Choral „Jesu meine Freude“ von Sigfrid Karg-Elert (1877-1933) führt der Organist dann in die Spätromantik. ... In drei großen Sätzen hat Karg-Elert sein Werk angelegt. Die Orgel tönt mächtig, regelrecht orchestral. Leisse entwickelt eine differenzierte, immer wieder auch zurückgenommene Umsetzung.
Den Abschluss bildet die Motette von Johann Sebastian Bach. ... Wie im gesamten Konzert überzeugt der Chor auch hierbei mit einem sorgsamen Umgang mit dem Text und dementsprechend guter Verständlichkeit.
Die Zeilen „Trotz dem alten Drachen, trotz des Todes Rachen, trotz der Furcht darzu!“ stimmen die Sänger impulsiv an. Lassen sich zwar noch kleine Unsicherheiten bei der Intonation hören, so gelingt insgesamt eine sehr beachtliche, klanglich ausgewogene Aufführung der anspruchsvollen Bach-Motette.
Meike Nordmeyer, Westdeutsche Zeitung, Donnerstag, 02. 07. 09
Die vollständige Kritik unter www.kammerchor-elberfeld.de
Konzerte der Singgemeinschaft Hoffnungsthal 1880 e.V.
Kritik des Konzertes am 22. 04. 2007 im Bürgerhaus, Rösrath - Hoffnungsthal
Ein Glücksfall für die Sänger
HOFFNUNGSTHAL. Bürgermeister Dieter Happ hatte sich in Anbetracht des strahlenden Frühlingssonntags auf dem Weg zum Bürgerzentrum eher skeptisch geäußert, ob die Singgemeinschaft Hoffnungsthal 1880 e. V. genügend Zuhörer finden würde. Doch Vorsitzender Edmund Rath konnte ein den Saal restlos füllendes Auditorium begrüßen. Immer noch mussten zusätzliche Stühle ins „Forum“ gekarrt werden, galt es doch nicht nur, das Konzert mit dem viel versprechenden Titel „... ich will lieber einen Mann“ anzuhören, sondern auch den neuen Chorleiter Georg Leisse und dessen Frau, die Sopranistin Alexandra Leisse, kennen zu lernen. Und schon bald kursierte das Wort: „Ein Glücksfall für die Singgemeinschaft!“
Überaus unterhaltsam moderiert von dem Leiter der Rösrather „Bühne 11-hundert“, Wolfgang Wasser, wechselten sich gemischter Chor und Solistin mit „Liedern über Liebe, Lust und Leidenschaft aus Film und Operette“ (so der Untertitel) ab, virtuos am Flügel begleitet von Tobias Krampen. Alexandra Leise brillierte dank ihres Stimmvolumens mit Stücken wie „Herz, du kennst meine Sehnsucht“ und sie bedauerte: „Ich bin so jämmerlich allein“. Der Beifall wollte kein Ende nehmen.
Das galt ebenso bei den Vorträgen des frisch und frei singenden Chores unter Chorleiter Georg Leisse, der nach Meinung von Experten offensichtlich dabei ist, aus der „Singgemeinschaft“ ein Juwel unter den einheimischen Chören zu formen. Mit „Ein Herz, das dich liebt“, dem besonders bei den Senioren beliebten „Liebling, mein Herz lässt dich grüßen“ und dem Titellied „Ich will keine Schokolade, ich will lieber einen Mann“ begeisterten die Sänger das Publikum.
Georg Geist, Kölnische Rundschau, 28. 04. 07
Kritik des Konzertes am 20. 04. 2008 im Bürgerhaus, Rösrath - Hoffnungsthal
Blühende Lieder Singgemeinschaft Hoffnungsthal band einen Liederstrauß voller Poesie "Ins "singende, klingende Sülztal" (Zuccalmaglio) hatte die traditionsreiche Singgemeinschaft Hoffnungsthal 1880 den Frühling gelockt.
Am Dirigentenpult geleitet von Georg Leisse und moderiert von Wolfgang Wasser entboten die Damen und Herren der Singgemeinschaft dem Publikum im Bürgersaal einen "Liederstauß voller Poesie", angereichert durch Solo-Beiträge der Sopranistin Alexandra Leisse.
Hatten der gemischte Chor und dessen unaufdringlich agierender musikalischer Leiter schon beim Entwurf der Einladung ihren Einfallsreichtum unter Beweis gestellt, so galt dies erst recht für das die Jahreszeiten besingende weitere Konzertprogramm. Einmal mehr war es Moderator Wolfgang Wasser gelungen, deren ins Lied gesetzte Abfolge bildhaft darzustellen. Von den Blumen, die nach dem Wunsch der Choristen nicht welken sollen, und den Robert-Stolz-Liedern der Sopranistin über Evergreens wie "Veronika, der Lenz ist da" und den "Kleinen grünen Kaktus" sowie den Blümchen, die man "Vergissmeinnicht" nennt, wurden im Lied die Schönheiten der Jahreszeiten gezeichnet.
Wie der Beifall zeigte, wusste das Publikum das sorgsam zusammengefügte Programm der Singgemeinschaft sehr zu schätzen. Ohne Zugabe kamen die Interpreten nicht nach Hause. Das galt besonders auch für die Solobeiträge der begnadeten Sopranistin Alexandra Leisse."
Georg Geist, Bergische Landeszeitung, 29. 04. 08