Segelurlaub am Brombachsee
Donnerstag, den 25. August 2011 um 13:09 Uhr

Da meinem Sohn das Segeln immer mehr Spaß macht, wollte ich diesmal einen Urlaub mit Segelboot riskieren.

Küste kam noch nicht in Frage. Deswegen suchten wir nach einem geeignet großen See. Um auch bei schlechtem Wetter nicht in die Röhre zu schauen, beschlossen wir an den großen Brombachsee zu fahren – das ist südwestlich von Nürnberg – und gegebenenfalls meiner Schwester einen Besuch abzustatten.

Das Wetter wurde pünktlich zur Abfahrt sommerlich. Die ersten beiden Tag waren sehr nervenaufreibend. Wir mussten unser Boot noch in Duisburg an der Sechs-Seen-Platte abholen; ausserdem mit dem Hänger noch beim TÜV vorbei. Wir beschlossen deshalb am Nachmittag noch schön zu segeln, eine erste Camping-Nacht auf dem Vereinsgelände einzulegen und dann am nächsten Morgen einigermaßen zeitig abzufahren.

Leider war mal wieder die Lichtanlage am Hänger kaputt und konnte auch nicht mal eben schnell wieder flottgemacht werden. Nach ziemlichem Rumgefahre wegen geeigneter neuer Rücklichter mussten wir entnervt den Hänger doch bei einem Schrauber lassen und den TÜV auf den nächsten Tag verschieben. Erst gegen halb fünf konnten wir ans Segeln denken. Dafür wurden wir mit einem schönen Abendwind belohnt.

Am nächsten Tag mussten wir noch bis fast vier Uhr warten, bis der Hänger endlich soweit fertig war. Schnell zum TÜV und dann endlich auf Richtung Süden. Auf Grund der späten Abfahrtszeit konnten wir die Fahrt direkt zum See knicken. Also gleich mal bei meiner Schwester vorbei. Da blieben wir wegen Windmangel auch gleich ein paar Tage zu Besuch.

Dann weiter zum großen Brombachsee. Ich hatte am Tag vorher wegen eines Landliegeplatzes angefragt. Der Zweckverband Brombachsee kümmert sich um solche Dinge und ist gut organisiert; ausserdem sind die Ansprechpartner sehr nett. Wir bekamen problemlos einen Platz. Kurz vor 12 Uhr meldete ich mich dann beim Hafenmeister, bezahlte 20 € für eine Woche Gastlieger und wir suchten einen Campingplatz. Da ich bei der Planung noch nicht genau wusste, wann wir fahren würden, konnte ich nichts reservieren. Ein Campingplatz war belegt, eine Zeltwiese – ausgewiesen als Jugendzeltplatz – ebenfalls voll. Also ruhten unsere Hoffnungen auf dem Letzten, dem Waldcamping am Brombachsee. Wir kamen um 13.15 Uhr dort an. RUHEZEIT! von 13 - 15 Uhr. Ach ja, wir sind ja in Deutschland! Also wieder zum Boot und schon mal alles aufgebaut und vorbereitet. Dann wieder zurück. Gott sei Dank hatten die einen Platz für uns. Ein wirklich riesiger Campingplatz. Es war sehr viel los. Ist an sich nicht so mein Fall, aber die Sanitäranlagen waren zumindest tip-top.

Nachdem wir uns einigermaßen eingerichtet hatten, fuhren wir wieder an den See. Es war nicht viel Wind, aber das störte uns nicht. Der See ist schön groß, das Wasser war warm und das Wetter gut. Bis 34°C hätten es allerdings für mich nicht sein müssen. So verbrachten wir in den nächsten Tagen etliche Stunden: Wenn Wind war, dann konnten wir schön segeln, mit und ohne Spinnaker, Manöver etc., wenn wenig oder gar kein Wind war, dann badeten wir vom Boot aus und übten Kentern. Da wir immer noch nicht im Besitz einer wasserdichten Kamera sind, gibt es naturgemäß von unseren Segelaktionen keine Fotos.

Zwei Ausflüge rundeten den Urlaub ab. Einen kleinen nach Weissenburg, einschließlich der Wülzburg, und einen größeren nach Nürnberg.

Nächstes Jahr werden wir uns dann mal an die Küste wagen.

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