Bretagne
Montag, den 21. Juli 2008 um 12:05 Uhr

Sommerurlaub in der Bretagne

Dieses Jahr also Bretagne. Vor einigen Jahren waren wir schon mal in der Bretagne, in der Ecke von Dinan.
Diesmal sind wir noch weiter in den Westen gefahren, ins Departement Finistère, genauer ins Pays des Abers. Fünf Kilometer östlich von Plouguerneau und 4 km vom Meer entfernt liegt Anteren, unser kleiner Ferienort.
Nach knapp 1100km Fahrt wartete im Kühlschrank eine Flasche Cidre auf uns. Die öffneten wir noch am gleichen Abend, nachdem wir unser Ferienhaus (wie immer über Gites-de-France gebucht) bezogen hatten.
In den ersten Tagen lernten wir die Bretagne als Windland kennen. Mit selten unter 4bft Windstärke, manchmal auch mehr, pfiff uns der Wind um die Ohren (am Strand leider auch der Sand) und ums Haus. Der Vorteil: Der Regen war immer ganz schnell wieder vorbei.
Wir erkundeten das Meer, bzw. den Strand, und auch die kleineren Städtchen also erstmal zu Fuss. Den wunderschönen Küstenabschnitt westlich von Brignogan Plage bei "Menez Ham" zum Beispiel, mit den typischen glattgeschliffenen Felsen und einem Leuchturm. Oder die Strände "la Grève Blanche" und "Plage du Zorn". Letztere war unser "Hausstrand".
Die Städtchen oder besser gesagt Orte nennen sich zum Beispiel Plougerneau, Lannilis und l'Aber Wrach. Alles klein aber fein.

Da das Wetter noch nicht strandgeeignet war, fuhren wir an einem der ersten Tage gleich nach Brest ins Océanopolis. Ein riesiges Meeres-Aquarium, so ähnlich wie die von Sea-Life, nur größer. Es ist in drei Zonen eingeteilt: Polare, tropische und gemäßigte Zonen. Viel gibt es zu sehen und auch Interessantes zu lesen, leider alles nur auf französisch. Da reichen meine Französisch-Kenntnisse noch nicht. Es war trotzdem lohnenswert. Auch die Kinder kommen nicht zu kurz.

Nach Brest fuhren wir noch dreimal.
Das erste Mal, um die Stadt ein bißchen kennenzulernen und zu Bummeln.
Das zweite Mal um die Segeltage "Brest 2008" zu besuchen.
Das dritte Mal für einen letzten kleinen Einkaufsbummel mit Cafe-Besuch. (Zu den Segeltagen "Brest 2008" habe ich in der Rubrik "Segeln" noch ein bißchen was geschrieben.)
Da das Wetter dann doch deutlich besser wurde, konnten wir noch einige schöne Strandtage verbringen. Am liebsten an "unserem" Strand, der nur 4km von Anteren entfernt war. Schöner, fast weißer Sand, wenig Algen (und vor allem keine ekligen), keine Quallen!!, wenig Strandbesucher, laaaaang und unglaublich klares Wasser. Das war nun nicht gerade warm, aber wir waren drin und nicht nur kurz.
Eine kurze Wanderung rundete das ganze Programm erfolgreich ab.

Was ist sonst noch zu sagen?

Uns begegneten mehr deutsche Urlauber, als wir das sonst gewohnt sind. Die Ecke ist doch deutlich touristischer als wir dachten. Umso erstaunlicher, dass an dem nach unserem Geschmack schönsten Strand kaum jemand war. Dafür haben diesmal die Niederländer gefehlt.

Urlaub am Meer lohnt sich immer, auch wenn das Wetter nicht jeden Tag zum Strandbaden einlädt. Auch bei Wind und etwas Regen ist eine Strandspaziergang umwerfend. Was wir leider nicht machen konnten, war eine Kajak-Tour auf dem Meer. Das bieten verschiedene "Centres nautiques" an. Leider sind die interessanten Exkursionen erst ab 14 Jahren geeignet. So müssen wir halt in ein paar Jahren nochmal wiederkommen.

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