Hohes Venn
Sonntag, den 18. Juni 2006 um 12:25 Uhr


Unsere erste gemeinsame Wandertour liegt hinter uns. Sie war ein voller Erfolg, denn in Schritttempo und Pausenhäufigkeit waren wir uns sehr ähnlich, und auch sonst passten unsere Vorstellungen vom Wandern gut zusammen.
Wir sind bei wunderbarem Wanderwetter (es sollte bei Sonnenschein bis 22°C werden) um 8.45 Uhr in Köln mit dem Auto losgefahren und um 10 Uhr an der Baraque Michel angekommen. Schnell Wanderschuhe anziehen, kurz orientieren und los. Wir haben uns für eine Wegstrecke entschieden, die in dem Buch "Ausfliegen!" von Carolin Wagner ab Seite 137 beschrieben wird. Eine wunderbare Route (18 km, ca. 5 1/2 Std., je nach Matsch), die unbedingt zu empfehlen ist und der eigentlich kaum etwas hinzuzufügen ist. Besonders die Matsch-Warnung ist absolut ernst zu nehmen. Obwohl es mit einer Ausnahme seit Tagen nicht geregnet hatte, steckte doch zweimal ein Bein bis Mitte Wade im Matsch. Da bewähren sich dann gut geschnürte Wanderschuhe, denn das Bein mit Schuh wieder aus dem Matsch herauszuziehen, ist gar nicht so leicht. Normale Gummistiefel, also nicht die unterkniehohen, bleiben, denke ich, stecken und müssen mühsam (mit einem Fuß nur in Socken) wieder rausgezogen werden. Halbschuhe sind vermutlich weg. Auch die Balancierfähigkeiten werden häufig getestet.
Zwei kleine Irritationen bei der Wegbeschreibung gab es. Die erwähnte Markierung rot-weißes Kreuz an einem Baum taucht auch schon ca. 150 m eher auf, ist aber für diesen Weg bedeutungslos. Dann gilt es am Ende des sogenannten Trampelpfades ein Stück Wiese zu überqueren, wo nur noch von Trampel aber nicht mehr von Pfad die Rede sein kann. Wir hofften, dass die wenigen Fußspuren wirklich welche waren und uns zum Fahnenmast führten. Allerdings muss man doch kurz noch mal in den erwähnten Eichenwald, bevor der Fahnenmast erreicht ist.
Bei heißem Sommerwetter empfiehlt es sich vielleicht die Tour in entgegengesetzter Richtung zu wandern, da der zweite Teil doch deutlich sonniger ist. Allerdings ist die Abzweigung, dann nach links vom Holzsteg, nicht so leicht zu sehen. Es ist nur ein schmaler Trampelpfad, der dann aber sofort auf eine kleine Holzbrücke führt. Auf einer guten Wanderkarte (1:25000) ist er aber drauf und dann auch leicht zu finden.
Erfreulicherweise waren trotz der ausgezeichneten Wanderbedingungen und Wochenende nur sehr wenig Leute unterwegs. Erst am Nachmittag, ca. 2 km vor dem Ziel begegneten uns mehrere Spaziergänger.