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5 Std. 30, 15,5 km, 342 m Höhenunterschied
Nachdem uns das Wetter wieder zu einigen wanderfreien Tagen zwang, brachen wir bei Super-Wanderwetter - nicht so warm aber sonnig und wenig Wind - zu unserer fünften und letzten Tour auf. Die Anfahrt führte uns wieder zum "Pas de Peyrol", aber dann gings auf der anderen Seite vom "Puy Mary" den Berg hinunter zum "Col de Serre", was in diesem Fall auch ein kleiner Pass ist, wo wir auf einem Parkplatz unser Auto abstellen konnten. Die Franzosen sind ja mit ihren Bezeichnungen nicht so wahnsinnig eindeutig. Es gibt "Col" für Bergspitze, und "Col" für Passhöhe, allerdings scheinbar nur für kleinere Pässe. Immer mit Blick auf den "Puy Mary" und die bizarren begrünten Felsen der "Fours de Peyre-Arse" führte der erste Teil der Route über einen langgezogenen Bergrücken nur mäßig bergauf. Der Boden war grasbewachsen, wunderbar weich und mit unzähligen Blumen übersät. Dann ging es steiler den Berghang des "Puy Mary" hoch bzw. entlang, und wir bogen ein in die Touri-Wanderautobahn der "Monts du Cantal". Die führt vom "Pas de Peyrol" über den "Puy Mary", die "Brèche de Rolland", hinauf zum "Puy de Peyre Arse" und wieder zurück. Der Weg ist so stark frequentiert, dass er mit Holzbalken gegen zu starke Erosion geschützt und mit Seilen begrenzt wird, damit nicht noch mehr Natur niedergetrampelt wird. Nicht, dass sich alle daran hielten. Beeindruckend der "Brèche de Rolland" genannte Felseinschnitt, der eine echte Kletterpassage war. All die Doppelstock-Wanderer waren etwas ratlos - wohin mit den Stöcken? Vor dem Anstieg zum "Puy de Peyre Arse" verließen wir die Autobahn und wanderten auf einem schönen Höhenweg um den Berg herum, nun wieder fast allein. Unser Sohn hatte es sich zur Aufgabe gemacht, ein vor uns wanderndes älteres Pärchen einzuholen. Die Frau, die deutlich hinter ihrem Mann zurückblieb, hatte er schnell geschafft. Der Mann jedoch machte ihm zu schaffen. Er war schließlich weit vor uns und unserem Blick entschwunden, als es ihm gelang. Dann wartete er endlich auf uns. Am "Col de Cabre" - wieder eine Passbezeichnung - ging's über gewundene Pfade und unter vereinzelten Bäumen in ein schönes Tal hinab, das uns bis nach "La Courbatière" führte. Ein winziger Ort mit verfallenen Gebäuden. Vorher mussten wir noch einen schönen Hohlweg bewältigen, der am Anfang leider völlig versumpft und vermatscht war. Der restliche Weg begann gut, mittendrin verloren wir ihn, um ihm am Ende mit letzten Kräften zum Auto zu folgen. Ja, wir haben den falschen Weg erwischt. Wo wir die Markierung übersehen haben, ist uns schleierhaft geblieben. Weder die Karte, noch die Routenbeschreibung haben uns da ernstlich geholfen. Ich vermute, beim Übersteigen eines Weidezaunes und folgendem Slalomwandern um im Weg liegende Kühe ist uns eine entscheidende Markierung flöten gegangen, und wir waren zu weit in die Kuhweiden marschiert. Das Problem war der kleine Fluss. Wir hätten ihn deutlich vorher überqueren sollen, um ihm dann auf der anderen Seite eine Weile zu folgen. Aber Dank der Karte wußten wir weiter. An der Stelle, wo der richtige Weg den Fluss verlässt und den Hang hinauf klettert, war auf der Karte eine mögliche Flussüberquerung angezeigt. Wir stiefelten also weiter ohne Weg über die Kuhweiden, uns immer mehr dem Fluß nähernd. Was uns an der Überquerungsstelle dann erwartete zeigen die letzten beiden Fotos. Das letzte Stück war dann wieder richtig anstrengend. Es ging halt nochmal ziemlich steil den Hang hinauf. Aber auch das schafften wir und fielen fix und foxi ins Auto.
Bildergalerie
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